„Brüllt los, Ihr seid im Mekka des Meckerns“ – das klingt gut und ist ja auch freundlich gemeint über die Beschwerdeplattform ReclaBox. Und am Schluß des Artikels kommt der FAZ-Autor der Sache ziemlich nahe, wenn er schreibt:

„Reclabox hat mehr für uns Opfer des Raubtierkapitalismus getan als alle Politiker und Psychotherapeuten zusammen. Das war es, was wir für unser seelisches Wohl brauchten: einen rosafarbenen Kasten mit dem Titel ‚Meine Forderung‘, wie er sich unter jeder Beschwerde findet.“

Und hier könne man eben seine Forderung an das betreffende Unternehmen loswerden und damit sein seelisches Gleichgewicht wiederfinden. Da hat der Autor aber leider nicht zu Ende recherchiert. Denn seinen Frust loszuwerden ist bei ReclaBox sozusagen nur der Einstieg. Das Wichtigere kommt nach der Artikulation der Forderung – nämlich die Weiterleitung an die betroffene Firma. Diese hat dann die Möglichkeit, die Beschwerde zu beantworten und öffentlichkeitswirksam zu lösen.

Der FAZ-Autor übergeht für seine Pointe des Mecker-Mekkas den konstruktiven Hauptzweck von ReclaBox.

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