„Brüllt los, Ihr seid im Mekka des Meckerns“ – das klingt gut und ist ja auch freundlich gemeint über die Beschwerdeplattform ReclaBox. Und am Schluß des Artikels kommt der FAZ-Autor der Sache ziemlich nahe, wenn er schreibt:

„Reclabox hat mehr für uns Opfer des Raubtierkapitalismus getan als alle Politiker und Psychotherapeuten zusammen. Das war es, was wir für unser seelisches Wohl brauchten: einen rosafarbenen Kasten mit dem Titel ‚Meine Forderung‘, wie er sich unter jeder Beschwerde findet.“

Und hier könne man eben seine Forderung an das betreffende Unternehmen loswerden und damit sein seelisches Gleichgewicht wiederfinden. Da hat der Autor aber leider nicht zu Ende recherchiert. Denn seinen Frust loszuwerden ist bei ReclaBox sozusagen nur der Einstieg. Das Wichtigere kommt nach der Artikulation der Forderung – nämlich die Weiterleitung an die betroffene Firma. Diese hat dann die Möglichkeit, die Beschwerde zu beantworten und öffentlichkeitswirksam zu lösen.

Der FAZ-Autor übergeht für seine Pointe des Mecker-Mekkas den konstruktiven Hauptzweck von ReclaBox.

Hier der erste Teil vom 7. August 2009.

Hier der zweite Teil vom 4. Juni 2011.

Allenthalben wird in der deutschen Presse über den Prozessbeginn gegen die drei Hauptverantwortlichen für die Teldafax-Pleite berichtet. Dabei verwundert – jenseits juristisch begründeter Zurückhaltung -, wie sehr in den Berichten meist von einem halbwegs normalen Pleitefall ausgegangen wird.

Dabei schimmert bei den Angeklagten doch recht deutlich durch, dass von vornherein ein Schneeballsystem geplant war. Das legt nicht nur die Art der Finanzierung des Unternehmens nahe, sondern, noch viel mehr und sehr plastisch, die jahrelang auch unserer Beschwerdeplattform ReclaBox eingehenden Nutzerbeschwerden. Diesen war eindeutig zu entnehmen, wie das Unternehmen arbeitete, nämlich nicht wie ein normales Unternehmen wie einer funktionierenden Finanzierung und einer normalen Buchhaltung.

Das Erstaunlichste war freilich, dass selbst nach massenhaften Beschwerden über die fragwürdigen Praktiken dieses Unternehmens immer noch Stromkunden ihren Strom von TelDaFax beziehen wollten, mit zum Teil hohen Vorauszahlungen. Während es aus naheliegendem Grund allgemein üblich ist, erst nach einer erfolgten Leistung zu bezahlen, waren hier die Stromkunden für die versprochene Ersparnis von ein paar Euro bereit, in Vorleistung zu treten. Niemand würde das in einer Autowerkstatt oder beim Handwerker im Haus machen – aber bei TelDaFax.

Da kann man schön die seltsame Mischung aus Sparwahn und Prominentengläubigkeit beobachten: Das Unternehmen muss doch seriös sein, wenn so bekannte Personen wie Rudi Völler dafür werben. Aber, wie gesagt, ein Blick auf ReclaBox oder der Anruf bei einer Verbraucherzentrale hätte jeden Kunden von einem Vertag mit TelDaFax abhalten müssen. Aber Strom setzt die Kunden offenbar unter Strom, wie jetzt bei weiteren fragwürdigen Anbietern mit ähnlichem Geschäftsmodell zu sehen ist. Wir sind gespannt, wie sich dieses Vorkasse-Geschäft entwickelt.

Die Kieler Werbeagentur New Communication veröffentlicht unregelmäßig Infografiken zum Thema Unternehmenskommunikation. Die neuste Infografik zeigt die Einflüsse von Social media Webseiten auf die Reputation von Unternehmen in Form eines Gesichts. Der Ansatz ist originell und geeignet die unübersichtliche Social media Landschaft zu ordnen.

Im Beschreibungstext wird u.a. auf Veränderungen bei der Kategorisierung eingegangen. Die Tatsache, dass ReclaBox die inzwischen einzige relevante deutschsprachige Beschwerdeseite ist, hat dazu geführt, dass New Communication die Kategorie Reklamationssammlungen aufgelöst hat.

ReclaBox wurde der neuen Kategorie Blacklists innerhalb der der Oberkategorie Verbraucherkollaboration zugeordnet.

Mit der Zuschreibung Blacklists sind wir nicht glücklich. ReclaBox versteht sich als Kommunikationsplattform, auf der Verbraucher Beschwerden schreiben und Unternehmen Beschwerden beantworten. ReclaBox hat keinerlei Interesse, Firmen an den Pranger zu stellen. ReclaBox versteht sich ausdrücklich nicht als Blacklist-Plattform. Vielmehr geht es um konkrete Beschwerden und deren befriedigende Lösung für beide Seiten. Hauptziel dieser Seite ist eine möglichst hohe Anzahl gelöster Beschwerden. Punkt 7 unser Nutzungsbedingungen besagt:

… Die Beschwerde darf nicht ausschließlich Warnung vor bestimmten Firmen oder Geschäftspraktiken sein. …

Aus unserer Sicht war die vormalige Zuordnung zu den Reklamationssammlungen treffender.

Am 11. Oktober 2013, 8:00 Uhr morgens, wurden in ganz Ungarn die Aufgabenblätter für die schriftliche Deutschprüfung verteilt. Die ungarischen Abiturienten erwartete kein Text aus der Feder deutscher Klassiker, kein Günther Grass, nicht mal ein Botho Strauß. Der auszufüllende Lückentext war eine ReclaBox-Beschwerde gegen einen Supermarktbetreiber.

II. Beschwerden über Dienstleistungen von Supermärkten. Hören Sie sich den folgenden Bericht an! Ergänzen Sie danach den Lückentext sinngemäß durch die fehlenden Wörter! Bevor Sie den Text das erste Mal hören, haben Sie eine Minute Zeit, sich die Aufgabenstellung anzuschauen. Lesen Sie den Lückentext durch!

Hören Sie sich den folgenden Bericht an! Ergänzen Sie danach den Lückentext sinngemäß durch die fehlenden Wörter! Achten Sie auf die Lesbarkeit Ihrer Ergänzung! (0) ist ein Lösungsbeispiel für Sie.

Beschwerden über Dienstleistungen von Supermärkten

Beim letzten Einkauf bei einer großen Supermarktkette nahm ich keinen Einkaufswagen, weil ich nur einige Flaschen Mineralwasser kaufen wollte. An der Kasse (0) meinte die Kassiererin zu mir, ich soll die Wasserflaschen vom Band nehmen, obwohl diese direkt vor ihrer Nase auf dem Band standen und noch nicht gescannt waren. Ich sagte, ich warte darauf, dass sie sie scanne. Daraufhin wurde sie nervös und sie (15) _____________ mich an, …

… (25) ____________ umworbenen Produkte im Laden schon kurz nach der Ladenöffnung nicht zu finden sind, dann sollte man an der Kasse um das Kundenbuch bitten und die Beschwerden darin kurz und bündig eintragen. Will man das nicht vor Ort machen, sollte man sich an den Landesverbraucherschutz wenden.

11 Punkte

Fazit: ReclaBox ist prüfungsrelevant.

Seit geraumer Zeit gibt es für Firmen die Möglichkeit registriertes Mitglied bei ReclaBox zu werden. Vor allem Firmen, denen Ihre Kunden und die Lösung der Beschwerden sehr wichtig sind, ergreifen diese Gelegenheit. Die Firmen-Mitgliedschaft hat viele Vorteile für Firmen, aber auch für die Beschwerdeführer, denn nun wird auf Beschwerden zeitnah geantwortet und diese auch schnellstmöglich gelöst.

Da Firmen-Mitglieder die Möglichkeit haben, die Beschwerden gegen Sie zunächst bis zu 48h zu prüfen bevor sie veröffentlicht werden, gibt es bei vielen Firmenbeschwerden zeitgleiche Veröffentlichungen der Beschwerden und Antworten. Manche Firmen antworten aber auch erst nach der Veröffentlichung der Beschwerde, dann differieren Veröffentlichungszeit und Antwortzeit selbstverständlich.

Spekulationen über angebliche Fakebeschwerden bei zeitgleicher Veröffentlichung von Beschwerde und Antwort sind unbegründet.

Das Internet befördert eine Kultur des Pöbelns. Das behauptete zumindest der bekannte Pop-Philosoph Richard David Precht auf der Jahrestagung der Pressegrossisten in München. Die Like- oder Dislike-Kultur führe dazu, etwas permanent zu bewerten, oft mit Empörung. Meinungen werden „fallbeilartig“ gepostet. Die anwesenden Vertreter der Holzmedien waren begeistert und hofften wohl auch, dass sich die Precht’sche Prognose über das baldige Zusammenfallen der Social-Networks bewahrheiten würde.

Eine realistische Sicht auf die Phänomene der Netzkultur bewiesen die beiden Autoren des Fachbuches „Die Goliath-Falle – Die neuen Spielregeln für die Krisenkommunikation im Social Web„, Herbert Stoffels und Peter Bernskötter.

Anders, als tradierte Denkmuster nahelegen, erfordert im Netz verbreitete Kritik am eigenen Unternehmen nicht immer eine Krisenreaktion. Durch richtigen Umgang kann diese sogar dazu genutzt werden, um eigene Botschaften zu verbreiten. Veröffentlichte Kritik wird damit für das eigene Unternehmen nützlich und wertvoll. Das Buch von Stoffels und Bernskötter gibt dazu wertvolle Anregungen und Hinweise.

Die Transparenz und Schnelligkeit mit der Kundenkommunikation im Netz geführt wird, erfordern oftmals eine Veränderung bestehender Strukturen. Starre Kommunikationsregeln und langwierige Abstimmungsprozesse zwischen Hierarchieebenen, wie sie noch in vielen Unternehmen üblich sind, erschweren die im Netz geführte Kommunikation. Oft stammen die Festlegungen der Zuständigkeiten von z. B. Kundensupport und PR-Abteilung aus der Zeit, als Kunden lediglich Rezipienten waren. Zur Bewältigung der Herausforderungen der Netzkommunikation ist häufig die Veränderung von Aufgaben, Kompetenzen und Abläufen notwendig.

Unternehmen die jetzt bereit sind, die für die erfolgreiche Netzkommunikation erforderlichen Strukturen zu schaffen, können sich dadurch entscheidende Wettbewerbsvorteile sichern. In Zeiten gesättigter Märkte und opportunistischen Kundenverhaltens möglicherweise der schnellste Weg, um sich gegenüber den dafür verschlosseneren Mitbewerbern abzusetzen.

Zwischen dem 07.06.2012 und dem 11.06.2012 war die ReclaBox temporär down.

Ein Hardwareschaden an unserem Server führte zur zeitweisen Unerreichbarkeit der ReclaBox. Das Admin-Team hat zusammen mit dem Provider Tag und Nacht an einer Lösung des Problems gearbeitet. Am Ende musste aber die gesamte Anwendung neu aufgesetzt werden.

Nach unserem Kenntnisstand sind weder beim Crash noch bei der Reparatur bzw. Wiederherstellung Datenverluste eingetreten. Seit Montag läuft ReclaBox wieder normal.

Wir bedauern die Panne und entschuldigen uns bei allen Usern für die entstandenen Unannehmlichkeiten.

Hier der erste Teil vom 7. August 2009.

Am 30. Mai 2011 erreichte uns die tausendste Beschwerde über den Troisdorfer Stromanbieter TelDaFax. Die erste Beschwerde erreichte uns am 6. August 2008.

Beschwerden, auch wenn es viele sind, sagen nicht viel über die Servicequalität des betroffenen Unternehmens. Bedeutsamer für die Beurteilung eines Unternehmens ist vielmehr der Umgang mit Beschwerden.

Dabei hat das Unternehmen TelDaFax einiges richtig, aber auch sehr viel falsch gemacht. Nach den ersten, auf ReclaBox veröffentlichten Beschwerden, bat uns TelDaFax, diese zu löschen. Die Beschwerden würden falsche Tatsachenbehauptungen enthalten, unsachlich oder beleidigend sein. Die Beschwerden bezogen sich auf fehlende Schlussabrechnungen und verzögerte Rückzahlungen von Vorauszahlungen. Die Beschwerden enthielten Kundenummern und Zählerstände und kamen aus allen Teilen Deutschlands. Für uns war offensichtlich, dass die Beschwerden nicht alle erfunden sein konnten. Nachdem TelDaFax zur Kenntnis nehmen mußte, dass wir nicht bereit waren, die Beschwerden zu löschen, änderte das Unternehmen seine Strategie.

Alle Beschwerden wurden beantwortet. Zusätzlich richtete TelDaFax eine eigene E-Mail-Adresse für ReclaBox-Leser ein. Diese sollten ihr Anliegen an reclabox@teldafax.de richten.

Tatsächlich wurden in der Folgezeit veröffentlichte Beschwerden nicht nur beantwortet, sondern meist auch schnell gelöst. Kunden, die viele Monate vom TelDaFax-Support vertröstet wurden, erhielten plötzlich ihre Endabrechnung, Vorauszahlung wurden zurücküberwiesen.

Gleichzeitig wurde die TelDaFax-Presseabteilung aktiv und versuchte mit mäßigem Erfolg, Verlinkungen auf ReclaBox zu entfernen.

Antwort-E-Mail von Wikio auf eine Löschungsaufforderung von TelDaFax. In diesem Fall, hatte die Intervention Erfolg.:

>Von: Wikio <…@wikio.de>
>Datum: Fri, 17 Jul 2009 18:02:18 +0200
>An: ….
>Betreff:Re:Anfrage Pseudonym Andreas Hauser/wikio.d
>
>Sehr geehrter Herr ….,
>
>herzlichen Dank für diesen Hinweis. Bei genauerer Überprüfung des
>Nutzers „Andreas Hauser“ hat sich herausgestellt, dass […]
>Artikel […] auf diese Webseite verlinken, z.B.
>http://de.reclabox.com/beschwerde/9131-pentax-hamburg-kamera-in-reparatur-service-faellt-sparmassnahmen-zum-opfer
>
>[…] Selbstverständlich liegt es nicht in
>unserem Interesse, anderen Unternehmen durch negative Bewertungen zu schaden. […]
>umgehend nach Kenntnisnahme gelöscht.
>
>Mit freundlichen Grüssen,
>
>Tea S…
>Countrey Manager Wikio.de
>
>WIKIO France – Büroanschrift
>…
>…
>…

Versuche etablierte Medien gegen ReclaBox zu instrumentalisieren blieben dagegen erfolglos. Die von TelDaFax dabei angedeutete „Verschwörung etablierter Stromanbieter“ erschien den Redaktionen wohl nicht plausibel.

Die Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Firma TelDaFax durchforstete Beschwerden und Kommentare auf vermeintlich abmahnwürdige Äußerungen. Ein uns vorliegendes internes TelDaFax-Papier schreibt dazu:

„Weiterhin sind in der Tabelle […] abmahnwürdige Äußerungen aufgelistet. Es können also entweder die entsprechenden User abgemahnt werden oder die reklaboxbetreiber.“

Hier drei Beispiele aus der Liste:

Claudia S.: Hätte ich 2007 gewußt, wie kundenunfreundlich, ja geradezu ignorant die Fa. TelDaFax ist, hätte ich nie zu ihnen gewechselt.

Michael R.: Ich halte diese Hinhaltetaktik der Firma Teldafax für unseriös.

Mario Z.: Anscheinend ist man nicht in der Lage oder Willens Abrechnungen zu erstellen, da sich auch bei mir noch hoher Rückerstattungsbetrag ergibt.

Uns ist nicht bekannt, dass TelDaFax gegen diese User juristisch vorgegangen ist. Wir vermuten, dass TelDaFax auch aus Furcht vor weiterer Negativ-Berichterstattung auf eine juristische Verfolgung seiner Kunden verzichtet hat.

Eine Klage der TelDaFax Service GmbH wegen angeblicher Verletzung von Persönlichkeitsrechten wurde vom Amtsgericht Köln abgewiesen.

Im nächsten Schritt engagierte TelDaFax kurzerhand selbst einen Journalisten mit dem Auftrag, ReclaBox öffentlich zu diskreditieren. Das dabei erstellte „Stück“ musste dieser im Selbstverlag veröffentlichen. Die darin enthaltenen Vorwürfe waren absurd, die gemachten Tatsachenbehauptungen leicht durch Recherchen in öffentlichen Registern zu widerlegen. Die Privatinsolvenz des Journalisten machte eine von uns vorbereitete Klage zu einem Kostenrisiko, dass wir nicht eingehen wollten.

Gleichzeitig versuchte TelDaFax unser Forum durch manipulierende Kommentare zu beeinflussen. Die Kommentarschreiber gaben sich als zufriedene Kunden aus oder beschimpften anonym Beschwerdeschreiber. Die Spur der Kommentare führte ins TelDaFax-Office auf Mallorca, ins TelDaFax-Callcenter in Schönefeld, sogar nach Istanbul. Aber nur wenn Bayer 04 – einer der Werbeträger von TelDaFax – dort ein Spiel zu absolvieren hatte.

Während alle Versuche von TelDaFax scheiterten, Beschwerden zu unterdrücken oder gar das Projekt ReclaBox zu diskreditieren, nahmen Verbraucherschutzredaktionen der Dritten Fernsehprogramme das Thema auf.

  • Hier war der Beitrag des WDR (aus ordnungspolitischen Gründen gelöscht), Hier die Kopie auf Youtube.

Die immer größer werdende Zahl gleichlautender Beschwerden machte es TelDaFax schwer, weiter von wenigen Einzelfällen zu sprechen. Auch Ankündigungen des damaligen Vorstandes, Dr. Gernot Koch, die fehlenden Schlussabrechnungen nun endlich zu erstellen und geleistete Vorauszahlungen zurück zu überweisen, ließen sich durch einen Blick in die ReclaBox leicht überprüfen und dabei als leere Versprechen entlarven.

Im September begann der Spiegel-Verlag auf ReclaBox zu recherchieren. Der dabei entstandene Bericht deckte einen Teil der TelDaFax-Geschäftspraktiken auf.

Noch intensiver recherchierte wenig später das Handelsblatt.

Was ReclaBox-Nutzer schon im Sommer 2008 in einigen Kommentaren vermuteten, dass hinter TelDaFax ein auf Betrug angelegtes System steckte, fand jetzt durch gut recherchierte Presseberichte seine Bestätigung. Der Spiritus Rector und Hauptaktionär von TelDaFax, der verurteilte Anlagebetrüger Micheal Josten, plante seinen Coup noch in der Haft.

Unverständlich bleibt, warum Aufsichtsbehörden und Preisvergleichsportale solange mitgespielt haben. Die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, wurde ab August 2008 und danach immer und immer wieder von unseren Usern über den damals vermuteten Betrug informiert. Eine erkennbare Reaktion blieb leider aus.

Nicht jedes Unternehmen ist erfreut, wenn Kunden ihre Kritik öffentlich machen. Aber nur sehr wenige Unternehmen gehen systematisch gegen kritische Berichte und Veröffentlichungen vor. Eines dieser Unternehmen ist die Medusa United Media GmbH aus Köln. Betreiberin des Flirt- und Datingportals flirtcafe.de. Die von ihr beauftragte Rechtsanwaltskanzlei Höcker erwirkte die Löschung kritischer Blog- und Foren-Beiträge und auch eines TV-Beitrags.

In einem uns betreffenden Fall erwirkte Medusa eine einstweilige Anordnung gegen einen Domaininhaber (LG Köln 28 O 364/09). Dieser hatte eine von Medusa zuvor beanstandete Verlinkung nicht rechtzeitig entfernt. Der beanstandete Link gehörte zu einem Kommentar und führte auf die ReclaBox-Beschwerde: Abzockerei. In dieser Beschwerde Abzockerei beschrieb ein Kunde seine Enttäuschung darüber, dass sich sein 14-tätiges Probe-Abonnement zum Preis von 1,99 Euro automatisch nach Ablauf von zwei Wochen in ein sechsmonatiges Abonnement zum Preis von 116 Euro gewandelt hatte.

Hunderte User griffen die Beschwerde auf und ergänzten diese um eigene Erfahrungen. Die dabei von ReclaBox angebotene Möglichkeit zur Veröffentlichung einer Firmenantwort wurde von Medusa nicht genutzt.

Medusa behauptete gegenüber dem Domaininhaber und später auch gegenüber dem Landgericht Köln, dass die Beschwerde und dazugehörigen Kommentare unwahre Tatsachenbehauptungen enthalten. Der von Medusa gesuchte Weg einer gerichtlichen Klärung wurde von uns unterstützt. Wir forderten unsere User auf, sich zu melden und ihre bei uns gemachten Aussagen zu konkretisieren. Die Resonanz war ausgesprochen positiv. Viele Flirtcafe-Kunden stellten sich als Zeugen für das Hauptsache-Verfahren zu Verfügung.

Wenige Tage vor dem Hauptsache-Termin aber zog Medusa ihre Klage zurück. Auf die Ansprüche aus der Einstweiligen Anordnung wurde ebenfalls verzichtet. Medusa begründet dies damit, dass man mit dem Verantwortlichen von ReclaBox eine Verständigung suche und keine weitere Eskalation wünsche. Wir hätten die endgültige gerichtliche Klärung der Angelegenheit begrüßt. Medusa und die sie vertretende Kanzlei Höcker haben ihre eigenen Erfolgsaussichten aber offenbar neu bewertet.

Auch im Sinne des von der Klage betroffenen Domaininhabers danken wir allen Usern, die sich als Zeugen zu Verfügung gestellt hatten.

Auf CHIP Online dem Internetportal der Marke CHIP findet man viele Testberichte zu IT- und Telekommunikationsprodukten.  Im April 2010 wurde die ReclaBox getestet.reclabox

Das Fazit der Chip Online Redaktion:  „Sehr schöne Webware, welche die Problembehandlung einfach macht. Durch die automatische Weiterleitung des Problems erspart man sich so manchen Stress mit Service-Mitarbeitern.“

Immer wieder gibt es die Frage, wie der Ablauf beim Beschwerdeportal ReclaBox ist.

Ein Nuzter schreibt eine Beschwerde. Nach Prüfung der Beschwerde durch unseren Support wird die Beschwerde der richtigen Firma zugeordnet, innerhalb von 24 Stunden wird dann die Firma per E-Mail über das Vorliegen einer Beschwerde informiert.

In dieser Email wird der Firma auch erklärt, wie sie auf die Beschwerde antworten kann und dass die Antwort als Sofortantwort gewertet wird, wenn sie innerhalb von 14 Tagen erfolgt.

Falls das Unternehmen nicht innerhalb dieser 14-Tages-Frist antwortet, wird es erneut von uns per Email infomiert. Diesmal wird sogar ein pdf angehängt, falls Mitarbeiter bei dem Unternehmen zum Beispiel gar nicht im Internet surfen dürfen. Dann haben sie trotzdem die Möglichkeit, die Beschwerde zu lesen und uns per Email zumindest zu antworten.

Schlussendlich wird das Unternehmen auch noch ein Drittes mal informiert, wenn dann immernoch keine Reaktion vorliegt.

Sobald die Firma auf die Beschwerde antwortet, wird der Beschwerdeführer automatisch über die Antwort informiert und kann so seinerseits wieder reagieren und sich zum Beispiel nochmal mit seiner Kunden oder Bestellnummer beim Unternehmen zurück melden.

Egal ob die Firma nun antwortet oder nicht, der Beschwerdeführer hat bereits mit der ersten E-Mail an ihn von ReclaBox die Möglichkeit, die Beschwerde als gelöst zu markieren.

In der ReclaBox-Statistik erhalten aber nur die Firmen einen ReclaRank von 10, die eine Antwort geschrieben haben und der Kunde die Beschwerde als gelöst markiert hat.

Die Beschwerdeführer können sich ab heute allein entscheiden, ob sie anderen ReclaBoxlern erlauben ihre Beschwerde zu kommentieren. Der Einbau dieser Funktion erfolgt auf Wunsch einiger User. Diese möchten Beschwerden veröffentlichen, ohne die Gefahr einen Flame-War auszulösen.

Die Entscheidung darüber trifft der Beschwerdeschreiber im dritten Schritt beim Einstellen einer Beschwerde (siehe Bild). Die Voreinstellung erlaubt das Diskutieren mit andern Usern. Falls die Diskussion nicht erwünscht ist, lässt der User das Häckchen vor dem Satz: „Ja, ich bin einverstanden, dass andere Nutzer meine Beschwerde kommentieren“ einfach weg.

Kommentieren_erlauben

Nach dem „Verbot“ der Diskussion kann sich der Beschwerdeschreiber noch ein Mal umentscheiden, und Kommentare ab diesem Zeitpunkt erlauben. Nach dem Entschluss, die Diskussion zuzulassen, kann diese nicht mehr vom Beschwerdeschreiber gestoppt werden.

Bei Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen kann das ReclaBox-Support-Team die Beschwerde auf „Vorabprüfung“ setzen. Alle neu eingehenden Kommentare werden dann vor einer Veröffentlichung von ReclaBox geprüft.

Firmenantworten und Lösungskommentare bleiben weiterhin immer möglich.

Zwischen dem 15.10.2009 10:00 Uhr und dem 16.10.2009 14:40 Uhr war die ReclaBox nicht zu erreichen.

Der Grund für den Ausfall lag bei unserem Hosting Provider. Der Vorfall wird derzeit genau analysiert um eine Wiederholung auszuschließen. Nach Beseitigung der Störung läuft unser Server wieder normal. Es sind keine Daten verloren gegangen.

Wir bedauern die Panne und entschuldigen uns bei allen Usern für die entstandenen Unannehmlichkeiten.

„Widget (Minianwendung) ist ein kleines Computerprogramm, das nicht als eigenständige Anwendung betrieben, sondern in eine grafische Benutzeroberfläche oder Webseite (Web-Widget) eingebunden wird.“ (Wikipedia) Mit dem Widget zeigen Sie ihren Besuchern die neuesten ReclaBox-Beschwerden auf Ihrer Seite.

Dabei können Sie Ihr Lieblingsthema wählen, die Anzahl der angezeigten Beschwerden und die optimale Breite. Holen Sie das RecaBox-Widget auf Ihre Seite: http://de.reclabox.com/wasIstReclaBox#widget!

Reaktion auf einige von TelDaFax gegen ReclaBox erhobene Vorwürfe.

ReclaBox ist eine Kommunikationsplattform, auf der Verbraucher Beschwerden schreiben und Unternehmen Beschwerden beantworten.

Es ist allein den Nutzern überlassen, in rechtlich zulässiger Form ihre Erfahrungen und Probleme mit Produkten und Dienstleistungen sowie die daraus resultierenden Beschwerden zu veröffentlichen. Selbstverständlich wird nach einer solchen Veröffentlichung jede Beschwerde geprüft und gegebenenfalls korrigiert, manchmal aber auch gelöscht. Maßstab für diese Prüfung sind geltende Gesetze, aktuelle Urteile sowie unsere Nutzungsbedingungen.

ReclaBox hat keinerlei ideelles oder materielles Interesse, Firmen an den Pranger zu stellen oder ihr Image zu beschädigen. ReclaBox versteht sich ausdrücklich nicht als „Meckerplattform“. Vielmehr geht es um konkrete Beschwerden und deren befriedigende Lösung für beide Seiten. Hauptziel dieser Seite ist eine möglichst hohe Anzahl gelöster Beschwerden.

Wir haben von Anfang an jedem betroffenen Unternehmen die Möglichkeit gegeben, auf Beschwerden öffentlich zu antworten. Jedes Unternehmen wird nach Prüfung der Beschwerde über die Existenz der Beschwerde informiert und aufgefordert, die Gegendarstellungs- bzw. Antwortmöglichkeit zu nutzen.

Sobald ein Unternehmen eine Firmen-Antwort auf ReclaBox veröffentlicht, wird der Beschwerdeführer automatisch informiert. Dann wird nach drei bis sieben Tagen eine E-Mail an den Beschwerdeführer versendet, die den Status der Beschwerde abfragt. Manchmal melden sich Kunden früher, manchmal ergibt die Abfrage, dass die Beschwerde noch nicht gelöst ist. Oft kommt es jedoch zur angestrebten Lösung der Beschwerde.

Entscheidet sich das Unternehmen dafür, keine Antwort zu veröffentlichen, erfolgt auch keine automatische Rückfrage, da dann nur dem User bekannt ist, ob und wie das Unternehmen auf die Beschwerde reagiert. ReclaBox ist in diesem Fall auf die Meldung durch den User angewiesen. Diese schreiben oftmals Kommentare, die vom ReclaBox-Team dann als Lösungskommentare erkannt und entsprechend markiert werden.

Liebes TelDaFax-Team,

wir nehmen zur Kenntnis, dass Sie versuchen, mit unzutreffenden Behauptungen die Seriosität unserer Seite in Frage zu stellen.

Wir verstehen Ihre Motivation: Die Zahl der Ihr Unternehmen betreffenden Beschwerden steigt jeden Tag und damit wohl auch der Druck, die selbst verursachten Probleme zu rechtfertigen.

Die Ankündigung Ihres Vorstands, Dr. Gernot Koch, Verzögerungen bei der Erstellung von Abschlussrechnungen zukünftig auszuschließen, und Ihre offenkundige Bereitschaft, sämtliche Beschwerden auf ReclaBox zu lösen, haben wir mit großem Interesse zur Kenntnis genommen.

Leider haben Sie gleichzeitig versucht, durch verdeckte Beschwerden und Kommentare die Forums-Diskussion zu beeinflussen.

Die heimliche PR und Forenmanipulation provoziert zusätzliche negative Reaktionen und schadet Ihrer Reputation weiter.

Wir empfehlen, Ihre schon sichtbaren Serviceanstrengungen weiter zu verstärken, durch Fairness und Verbraucherfreundlichkeit echte Kunden von sich zu überzeugen, die dann glaubwürdig in Diskussionen eingreifen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr ReclaBox-Team

Hier der zweite Teil.

Eingeloggte Nutzer können selbst ihre Beschwerden nach der Anmeldung als gelöst markieren. Unter der Beschwerde wurde ein Button eingebaut, der nur von dem Beschwerdeverfasser gesehen und angeklickt werden kann.

Nicht  eingeloggte Nutzer markieren ihre Beschwerde wie folgt:

  1. gleich in der ersten Mail von ReclaBox wird ein Link zur Verfügung stehen. Nach dem Anklicken des Links wird der Status abgefragt (Beschwerde gelöst, noch nicht gelöst, endgültig nicht gelöst).

  2. Man schreibt einfach einen Kommtenar unter der Beschwerde und das ReclaBox Support Team markiert  die Beschwerde schnellstmöglich als gelöst.

Am 26.07.2008 veröffentlichte Lars K. eine Beschwerde (http://de.reclabox.com/beschwerde/1409) über das Verschwinden von Treets aus den Süßwarenregalen.

Seit dem 1. Juni 2009 kann man Treets in Deutschland wieder kaufen.  18 Jahre und fünf Monate nach ihrem „Verschwinden“.  Das kann ein Zufall sein.  Wir gehen aber davon aus, dass die Beschwerde 1409 der Firma Mars den entscheidenden Anstoß gegeben hat.

Treets für 1,99 Euro

Treets für 0,99 Euro

Online sind Treets hier erhältlich.

Die WDR-Sendung markt nahm die Vielzahl von Beschwerden über den Troisdorfer Stromanbieter TelDaFax zu Anlass eigener Berichterstattung.

In zwei Sendungen (Stromanbieter: Fehlende Abrechnungen vom 02. Februar 2009, Teldafax: Kunden warten auf Geld vom 29. Juni 2009) berichtete das Magazin darüber, das hunderte TelDaFax-Kunden keine Schlussabrechnung erhalten und lange auf die Erstattung ihres Guthabens warten müssen.

Jede Beschwerde kann als pdf gespeichert werden und somit zum Beispiel an ein offizielles Beschwerdeschreiben an die Firma mit angehängt werden, um der Beschwerde noch mehr Nachdruck zu verleihen.

In der Aktionleiste finden alle ReclaBoxler neben dem Drucksymbol nun auch das PDF-Zeichen.

Geburtstag

Filed Under Entwicklung | 1 Comment 

Wir feiern Geburtstag. ReclaBox wird 1 Jahr alt.

Am 31.01.2008 war es endlich soweit. Die erste Beschwerde wurde in der geschlossenen Beta-Phase geschrieben und nur 14 Tage später begann die offene Beta-Phase und alle konnten Ihre Beschwerden bei ReclaBox eintragen.

Seitdem hat sich viel getan. Es wird ständig an der Verbesserung der Seite gearbeitet und es werden immer mehr ReclaBoxler. So konnten wir in jüngster Zeit nicht nur die 500ste Beschwerde feiern, sondern auch die Zahl der Firmenreaktionen und gelösten Beschwerden stetig steigern.

Das ReclaBox Team freut sich auf das zweite Recla-Jahr, noch mehr Beschwerden und vor allem noch mehr Nutzen für Verbraucher und Firmen.

Allen treuen und neuen ReclaBoxlern möchten wir für positives und negatives Feedback danken, dass uns immer voran bringt und dafür sorgt, dass wir die ReclaBox ständig verbessern können.

Zum Geburtstag gibts übrigens das erste Geburtstags-Logo. Wir hoffen, dass noch viele weitere Geburtstags-Logos folgen werden!

Auf die am 08.03.2008 veröffentlichte Beschwerde (http://de.reclabox.com/beschwerde/165-brauner-zucker-weisser-zucker-mccaf-muenchen) bezüglich der Nutzerfreundlichkeit der McCafé Lounge gibt es eine Reaktion.

 

McCafe - brauner Zucker & weißer Zucker

McCafe – brauner Zucker & weißer Zucker

 

Neben Fotos können jetzt auch Videos zur Beschwerde hochgeladen werden.

Die LiveBox (Aufzeichnung) bietet die Möglichkeit, User-Aktionen in Echtzeit zu verfolgen.

Firmenantworten können jetzt genauso wie Beschwerden von ReclaBoxlern bewertet werden.

Beschwerden weiterleiten und ReclaBox weiterempfehlen kann auch an mehrere Freunde und Bekannte erfolgen, dazu muss nur ein Semikolon ; zwischen die Email-Adressen gesetzt werden.

Webmaster können die neuesten ReclaBox-Beschwerden in Ihre Seite integrieren (Beispiel).

Reclabox integriert RSS-Feeds in alle Übersichtsseiten. Abonnieren Sie z.B. Beschwerden über einzelne Unternehmen oder die Sie interessierenden Kategorien. Klicken Sie dazu einfach auf den Feed-Button.

Die aktuelle Anzahl der Bewertungen der auf Webnews oder Yigg verlinkten Beiträge gibt es jetzt auf jeder Beschwerdeseite.

Besonders hilfreiche Kommentare sind ab jetzt mit einer Glühbirne gekennzeichnet (Beispiel)